Personen-Notsignal-Anlagen (PNA): Sicherheit für Alleinarbeiter – willensabhängiger Alarm vs. willensunabhängiger Alarm erklärt

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Was ist eine Personen-Notsignal-Anlage (PNA)?

Eine Personen-Notsignal-Anlage (PNA) ist ein technisches System, das speziell entwickelt wurde, um Alleinarbeiter oder Beschäftigte in gefährlichen Arbeitsbereichen zu schützen.
Sie erkennt Notfälle – etwa Stürze, Bewusstlosigkeit oder Panik-Situationen – und alarmiert automatisch oder manuell eine Notrufzentrale oder andere definierte Stellen.

Ziel einer PNA ist es, schnell Hilfe zu organisieren, wenn eine Person sich selbst nicht mehr helfen kann.
Der Einsatz solcher Systeme ist in vielen Branchen üblich, beispielsweise in der Industrie, im Forstbereich, im Gesundheitswesen oder bei Versorgungsunternehmen.

Rechtliche Grundlage und Einsatzbereiche

Damit eine PNA korrekt laut DGUV Regel 112-139 („Einsatz von Personen-Notsignal-Anlagen“) eingesetzt werden kann,
müssen Arbeitgeber sicherstellen, dass Alleinarbeiten nur dann durchgeführt werden dürfen, wenn geeignete organisatorische und technische Schutzmaßnahmen getroffen sind. Eine PNA gilt dabei als anerkannte technische Schutzmaßnahme.

Typische Einsatzbereiche sind:

Wie funktioniert eine Personen-Notsignal-Anlage?

Eine PNA besteht in der Regel aus:

  • einem tragbaren Notsignalgerät (z. B. als Funkgerät, Smartphone oder spezielles Endgerät),

  • einer Empfangs- und Alarmzentrale,

  • sowie Ortungs- und Kommunikationsfunktionen (z. B. GPS, Mobilfunk, Funknetz).

Das Gerät überwacht bestimmte Bewegungen und Zustände des Trägers.
Kommt es zu einer Abweichung – etwa einem Sturz oder fehlender Bewegung – oder löst die Person manuell einen Alarm aus, wird automatisch ein Notruf abgesetzt.

willensabhängige Alarmierung – aktive Notmeldung durch den Nutzer

Bei dem willensabhängigen Alarm löst die betroffene Person den Alarm selbst aktiv aus.
Das geschieht meist durch:

  • Drücken einer Notruftaste,

  • Betätigen eines Zugschalters,

  • oder über eine mobile App-Funktion (z. B. „SOS“-Button).

Diese Form der Alarmierung setzt voraus, dass die Person bei Bewusstsein ist und aktiv handeln kann.
Typische Anwendungsszenarien sind:

  • Bedrohung durch Dritte (z. B. Sicherheitsdienste, Sozialarbeiter)

  • Gefahrensituationen, in denen schnelles Eingreifen nötig ist

  • Unfälle ohne Bewusstseinsverlust

 

Vorteile der willensabhängigen Alarmierung:

  • Der Alarm wird gezielt und bewusst ausgelöst

  • Falschalarmquote ist gering

  • Ideal bei sozialen oder bedrohlichen Situationen

Willensunabhängige Alarmierung – automatische Erkennung von Notfällen

Der willensunabhängige Alarm erfolgt automatisch, wenn das Gerät eine Abweichung vom Normalzustand feststellt.
Das System erkennt z. B.:

  • Lagealarm (Person liegt regungslos am Boden)

  • Bewegungsalarm (keine Aktivität über definierte Zeit)

  • Zeitalarm (regelmäßige Lebenszeichen bleiben aus)

  • Flucht- oder Ruhealarme, abhängig von der Tätigkeit

Wird ein solcher Zustand erkannt, startet das Gerät eine Voralarmphase – der Nutzer kann den Alarm innerhalb weniger Sekunden abbrechen, falls kein echter Notfall vorliegt.
Bleibt die Reaktion aus, wird der automatische Notruf an die Leitstelle gesendet.

 

Vorteile der willensunabhängigen Alarmierung:

  • Schnelle Hilfe, auch wenn der Nutzer bewusstlos ist

  • Hoher Sicherheitsgrad bei gefährlichen Alleinarbeiten

  • Automatische und kontinuierliche Überwachung

 

Kombination aus beiden Alarmarten für maximale Sicherheit

Moderne Personen-Notsignal-Anlagen kombinieren willensabhängige & willensunabhängige Funktionen.
So kann der Nutzer sowohl aktiv einen Notruf auslösen als auch automatisch überwacht werden, falls er dazu nicht mehr in der Lage ist.

Das sorgt für maximale Sicherheit – besonders bei Alleinarbeit in gefährlichen Umgebungen.

Fazit

Personen-Notsignal-Anlagen sind ein unverzichtbarer Bestandteil moderner Arbeitssicherheitskonzepte.
Sie bieten zuverlässigen Schutz für Menschen, die allein und unter potenziell gefährlichen Bedingungen arbeiten.
Ob willensabhängige Alarmierung durch den Nutzer oder willensunabhängige Alarmierung durch automatische Sensorik – beide Systeme tragen dazu bei, Leben zu retten und Reaktionszeiten im Notfall zu minimieren.

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